Rosbach baut für Flüchtlinge / Frankfurter Neue Presse vom 23.06.2016

In Nieder-Rosbach und Rodheim ist mit dem Bau der beiden geplanten Unterkünfte für Flüchtlinge begonnen worden. Die Häuser, die in der Straße Im Kleinfeldchen und der Stürzelheimer Straße erbaut werden, sind in Bauart und Größe identisch. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,17 Millionen Euro.

Die Holzhäuser verfügen über 140 Quadratmeter große Bodenplatten aus Beton, haben also keine Keller. Es wurden Walmdächer mit Solarthermie geplant. Je Gebäudekomplex werden vier Wohneinheiten geschaffen. Jede ist für eine Belegung mit bis zu sechs Personen geeignet. Die Wohneinheiten werden jeweils über eine Wohnfläche von etwa 60 Quadratmeter verfügen. Nutzungsbeginn soll der Oktober dieses Jahres sein.

Für das Gebäude in der Straße Im Kleinfeldchen hat die Tiefbauarbeiten für die Bodenplatte eine Firma aus Echzell übernommen. Die Übergabe der Bodenplatte an eine Firma für den Gebäudebau soll am morgigen Freitag erfolgen. Ab Ende Juni ist das Aufstellen der Holzbauelemente geplant; im Anschluss erfolgen die Dacheindeckung und der Innenausbau.

Die Arbeiten in der Stürzelheimer Straße sind nach Ende der Arbeiten Im Kleinfeldchen nach dem gleichen Muster vorgesehen. Der Tiefbau einer Firma aus Friedrichsdorf für Ver- und Entsorgungsleitungen ist erfolgt. Das Aufstellen der Holzbauelemente mit Dacheindecken und Innenausbau ist für Ende Juli vorgesehen.

Durch die Unwetter mussten die Arbeiten unterbrochen werden. Lutz Viehmann, Baumanagement II bei der Stadtverwaltung: „Wir sind froh, dass diese Arbeiten nun abgeschlossen sind und mit dem Bau der Gebäude begonnen werden kann.“ fnp

Frankfurter Neue Presse, 23.06.2016

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Flüchtlinge brauchen Platz / Frankfurter Neue Presse vom 16.06.2016

Im ersten Quartal kamen kaum neue Menschen hinzu. Ob und wie viele im nächsten Quartal vom Wetteraukreis zugewiesen werden, stehe erst Ende Juni fest. 29 Familien oder Paare und 31 Einzelpersonen sind in städtischer Obhut, so Alber auf eine Anfrage der SPD-Fraktion.

Die meisten Flüchtlinge kommen aus Afghanistan, dem Irak, Syrien und Pakistan. Sie leben in den städtischen oder angemieteten Wohnungen, Häusern und Gemeinschaftsunterkünften. Eine mit anderen Wetterauer Kommunen betriebene Gemeinschaftsunterkunft in Hirzenhain gibt 13 Menschen Obdach, die zum Rosbacher Kontingent gehören.

Gebäude verkauft

Es handelt sich um eine Familie mit drei Töchtern aus Afghanistan, ein serbisches, ein iranisches und ein afghanisches Ehepaar und zwei Äthiopier. In einer Ober-Wöllstädter Container-Anlage lässt die Stadt seit wenigen Tagen sieben weitere Flüchtlinge wohnen. Es handelt sich um fünf syrische Männer und ein irakisches Ehepaar – die Frau erwartet im August ein Baby. Flüchtlingsbetreuer aus Wöllstadt kümmern sich um die Menschen.

Weil bis Ende Juni die letzten Flüchtlinge aus dem verkauften Rosbacher Silica-Gebäude ausziehen müssen, braucht Rosbach weitere Unterkünfte. Sie lässt deshalb zwei der ursprünglich vier geplanten Gemeinschaftsunterkünfte tatsächlich bauen. Am 1. Oktober wird laut Alber das neue Haus im Nieder-Rosbacher Kleinfeldchen fertig sein. Eine weitere Unterkunft baut die Stadt zum gleichen Termin an der Stürzelheimer Straße im Süden von Rodheim.

Tilgung durch Kreis

Die zwei-Etagen-Fertighäuser für jeweils bis zu 25 Flüchtlinge bekommen zwölf Quadratmeter große Wohn- und Schlafräume. Sie sollen auch nach dem Wegzug der Flüchtlinge für normale Wohnzwecke geeignet sein. Die Baukosten finanziert die Stadt mit zinslosen Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Die Tilgung soll aus der Kostenerstattung des Kreises für die Flüchtlingsunterbringung erfolgen.

Momentan zahlt der Wetteraukreis laut Alber pauschal 45 Euro pro Flüchtling und Monat für Unterbringung und Integrationsmaßnahmen an die Stadt. Hinzu kommen 8,10 Euro pro Flüchtling und Tag. Zum ehrenamtlichen Unterstützerkreis gehören nach Angaben des Bürgermeisters derzeit etwa 100 Menschen aus Rosbach.

Frankfurter Neue Presse, 16.06.2016

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